Düsseldorf - Kopenhagen - Chicago

Düsseldorf - Kopenhagen - Chicago

23. August

Es ist gerade 7 Uhr morgens hier in Chicago. Jetlagmäßig bin ich viel zu früh aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Also erzähle ich euch doch mal von meiner kleinen Reise!

 

Letztes Wochenende habe ich mich von meinen Freunden bei Pizza und Cocktails in Köln verabschiedet. Es macht mich echt traurig alle zu verlassen, aber ich konnte es noch gar nicht realisieren, dass ich nun für ein ganzes Jahr weg bin. In den letzten Tagen stieg mit dem Kofferpacken und letzten Besorgungen die Aufregung. Ich hatte alle Sachen, die ich für das Jahr mitnehmen wollte, doch tatsächlich in einen Koffer, ein Handgepäck und eine Handtasche bekommen. Oberteile & Hosen rollen anstatt übereinander zu legen. Und dann ganz viel quetschen. Damit hats geklappt J

 

Gestern war es dann soweit: es ging nach Chicago! Nach einem tollen Frühstück mit meiner Familie machten wir uns auf den Weg zum Düsseldorfer Flughafen. Der Check-In ging wirklich schnell und mein Koffer durfte auch trotz 1,4 kg Übergewicht mitfliegen. Glück gehabt! Doch dann mussten wir uns verabschieden. Das fiel uns allen nicht leicht und der Abschied war wirklich ganz schön traurig. Und ja, auch mit 23 darf man noch heulen wenn man Tschüss sagen muss J. Mit einem letzten Winken bin ich dann durch den Security Check und zu meinem Gate gegangen. Ich musste nicht lange aufs Boarding warten und wir flogen fast pünktlich nach Kopenhagen los. Wir hatten tolles Wetter und man konnte richtig viel sehen!

Tschüss ihr Lieben!

                 Blick aus dem Flugzeug


Nach der Landung in Kopenhagen war ich ein bisschen nervös, da mir nur 45 Minuten zum Umsteigen blieben und ich am anderen Ende des Flughafens abfliegen sollte. Nach einem hektischen Nordic Walk mit Handgepäck und großer Tasche kam ich aber rechtzeitig an. Im Flugzeug hatte ich einen Platz am Gang und konnte leider nicht viel sehen. Das war dank der großen Filmauswahl aber gar kein Problem. Die 8,5 Stunden im Flugzeug vergingen.. wie im Flug (witzig). In Chicago angekommen musste ich durch sowas wie einen Visa Check, bei dem ein Officer dir ein paar Fragen stellt und daraufhin entscheidet für wie lange du das Visum bekommst. Denkste! Der Officer fragte mich ein bisschen über Little Brothers und meine Arbeit dort aus und sagte mir dann, dass er das toll findet (das Lächeln dazu konnte man nur erahnen). Er schickte mich zu einem anderen Officer, der mich dann in einen Raum der Border Patrol begleitete, in dem mir noch mehr Fragen gestellt werden sollten. Allerdings warteten dort circa 50 Menschen, die wahrscheinlich auch auf Visatauglichkeit geprüft werden sollten. Die Stimmung war bombastisch! Handys waren nicht erlaubt und jeder der von einem Officer damit gesehen wurde, wurde entweder ermahnt oder bekam es abgenommen. Auch durfte man nicht im Gang stehen und musste sich einen Platz zum Sitzen suchen. Man fühlt sich ehrlich gesagt schon ein bisschen wie ein Schwerverbrecher. Nach mehr als 2 Stunden wurde mein Name aufgerufen und mir wurde mein Reisepass übergeben, in dem nun stand, dass ich für ein Jahr in den USA bleiben darf!

Fabian (der World-Horizon Freiwillige mit dem ich dieses Jahr hier verbringen werde) und Tim (der World-Horizon Freiwillige, der schon seit letztem Jahr hier ist und nur noch ein paar Tage bleibt) holten mich vom Flughafen ab und mussten die ganze Zeit leider warten. Zum Glück haben wir uns aber schnell gefunden und wir fuhren dann zum Little Brothers Gebäude, meinem neuen Zuhause. Vom Highway aus konnte man die Skyline sehen und die ist so unglaublich schön! Bei Little Brothers angekommen, haben mir die beiden das Appartement und mein Zimmer für das nächste Jahr gezeigt. Es ist richtig cool und ich glaube hier kann man sich wirklich wohlfühlen. Wir wollten eigentlich noch was essen, waren dann aber alle zu kaputt und sind relativ früh schlafen gegangen.

 

Um 5 Uhr morgens war ich heute wach und als ich so aus dem Fenster im Wohnzimmer guckte (von dem man die Skyline sieht wenn man sich ein bisschen rauslehnt), war ich einfach nur richtig glücklich hier sein zu dürfen. Gleich fängt mein erster Arbeitstag an und ich bin sehr gespannt!


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