New york, New York

New York, New York

27. Januar

Anfang Januar habe ich eine Nachricht von meiner Freundin Louise bekommen: Obama plant seine Abschiedsrede in Chicago zu halten! Und dafür konnte man sogar Tickets bekommen. Auf der Internetseite des Weißen Hauses wurden dann alle Ticketinfos veröffentlicht und ein paar Tage später standen wir an einem Samstagmorgen um 5:30 vorm McCormick Place in Chicago. Dort wurden nämlich die kostenlosen Tickets verteilt. Einlass sollte erst um 6 Uhr sein und es stand schon eine mega lange Schlange vor der Eventhalle. Das sah dann erstmal schlecht für uns aus.. Allerdings waren wir für langes Warten vorbereitet: es waren um die -10 Grad und wir hatten mehrere Paar Strumpfhosen, Pullis und Handschuhe an. Als wir uns dann ganz hinten angestellt hatten dachten wir nur dass sich die Leute in Europa bei so einem Event niemals so ordentlich in eine Reihe stellen würden.. und genau in diesem Moment rannten die Leute vorne los. Und wir dann einfach hinterher - bis zur Menschenmenge, die sich vor der offenen Tür (eine!!!) der Halle gebildet hatte. Nach und nach wurden wir dann reingelassen und standen dann vor 6 Uhr wieder in einer Reihe, dafür aber im Warmen. Die zehn Kilo Klamotten waren also völlig umsonst. Wir hatten wirklich nicht damit gerechnet an Tickets zu kommen. Aber so langsam merkten wir dass wir einen richtig guten Platz in der Schlange hatten. Besonders als wir sahen, wie uuuunglaublich viele Leute hinter uns in der Reihe standen.. die Reihe ging durchs Parkhaus und mehrere Häuserblocks weit! Wir wurden dann in einen Raum gelassen, mussten dort nochmal warten und haben dann unsere Tickets bekommen. Wir haben uns so darüber gefreut! Und es war auch einfach so schön die anderen Leute zu sehen - die einen heulten vor Freude, die anderen fingen an zu twerken als sie das Ticket in der Hand hielten. Aber alle waren happy! Und drei Tage später war es dann soweit: Obama hielt seine Abschiedsrede - und wir waren dabei! Wir mussten zwar nochmal über zwei Stunden für den Security Check anstehen, haben sehr wenig gesehen und kaum etwas verstanden. Aber es war so schön. Ich hätte niemals gedacht, dass ich den US-Präsidenten mal live sehen würde (Nummer 44! Bitte niemals die 45) und ich war richtig überwältigt. Was ein Abend!

 Nachdem der Januar schon mit so einem Ereignis angefangen hat wurde es auch danach nicht langweilig - ich bin für drei Tage nach New York geflogen um dort meine (Halb)Schwester Sasha zu besuchen. Sie ist Amerikanerin und lebt nun in Brooklyn. Wir haben uns seit mehr als 2 Jahren nicht gesehen und waren deswegen umso glücklicher als wir uns am Flughafen endlich in die Arme fallen konnten! Wir sind dann erstmal zu ihr nach Brooklyn gefahren und haben dort gebruncht. Zur Feier des Tages mit einem Glas Rotwein! Das Wetter war nicht so dolle, aber wir sind trotzdem nach Manhattan gefahren und haben uns das Flatiron Building und ein paar Geschäfte angeschaut. Meine Schwester arbeitet am Times Square und ihr Gebäude hat sie mir auch noch gezeigt. Als es dann irgendwann nur noch am regnen war sind wir zurück nach Brooklyn gefahren und für den Rest des Tages gab es dann Margeritas, Maultaschen und ganz, ganz viel Gequatsche J

Am nächsten Tag waren wir brunchen und sind dann durch das Financial District zum 9/11 Memorial gelaufen. Wir waren auch im 9/11 Museum.. und beides war einfach nur überwältigend. Manchmal überwältigend schön. Zum Beispiel die Blumen, die zum Gedenken an die Opfer in die Vertiefungen der Namen gesteckt werden. Oder die schönen und auch witzigen persönlichen Geschichten, die in einem Film im Museum von den Freunden und Verwandten über das Leben der Opfer erzählt werden. Aber größtenteils war es auch überwältigend schlimm. Mir kamen oft die Tränen und meiner Schwester ging es genau so. Es war ein ganz komisches Gefühl an dem Ort zu sein wo vor mehr als 15 Jahren so viele Menschen ihr Leben verloren haben.. Nach dem Museumsbesuch mussten wir uns auch erstmal etwas ablenken - mit dem Women's March, bei dem wir ein bisschen mitgelaufen sind, und mit New York Pizza! Abends waren wir dann in einer Bar/Disco/TacoTruck/Gartenhäuschen (ja alles in einem, es ist ja schließlich Brooklyn) feiern und waren so gegen 3 Uhr zuhause. Was ja auch gar kein Problem war, wir mussten ja erst um 8 Uhr wieder aufstehen um uns auf den Weg zu Sasha's Familie in Long Island zu machen..

Auch wenn wir super müde waren, war es richtig schön mit Sashas Familie zusammenzusitzen.. und bis zum Umfallen zu essen J Danach hat uns ihre Mutter dann nach Manhattan gefahren und wir haben uns im Rockefeller Center New York von oben angeschaut. Also wir haben es versucht. Viel sehen konnte man dank des Wetters nämlich immer noch nicht. Aber auch nicht weiter schlimm! Wir waren dann noch ein bisschen shoppen und haben uns mit Sashas bester Freundin Kate zum Pizzadinner getroffen. Danach sind wir dann schlafen gegangen.. um 3:30 klingelte nämlich schon mein Wecker, damit ich rechtzeitig zum Flughafen kam. Um 8:30 bin ich in Chicago gelandet und danach ging es dann hardcore-mäßig direkt zur Arbeit. Müdigkeit beschreibt den Zustand schon gar nicht mehr.. J

Mein New York Fazit: SO RIESIG! Viele hektische Menschen. Das Rockefeller Center ist der Hotspot für Heiratsanträge. Deep Dish Pizza > New York Pizza. Der Central Park ist super schön. Brooklyn ist eine richtig coole Gegend. New York ist dreckiger als Chicago (und in der Metro riecht es meistens auch um einiges schlimmer). In New York sieht man so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen etc. - yay! J Wunderschöne Gebäude, die man sonst nur aus Filmen kennt. "Kevin allein in New York" Feeling. New York ist teuer (so die Touri-Sachen - um zur Aussichtsetage im Rockefeller Center zu fahren zahlt man mehr als doppelt so viel wie im Hancock Tower hier in Chicago - der Eintritt zur Schlittschuhbahn vorm Rockefeller Center (da wo an Weihnachten der große Christmas Tree steht) kostet an Feiertagen mehr als 120$, in Chicago gar nichts. Wer macht sowas?!). Aber vor allen Dingen: Meine Schwester ist der coolste Mensch dieser Erde und ich sehe sie leider viel zu selten. Also.. New York, ich komme ganz bald wieder! J


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Mein zweites Mal

Mein zweites Mal

...bin ich an meine Grenzen gestoßen. Mir ist mal wieder bewusst geworden, dass die Arbeit hier sehr viel Mut braucht und wirklich schwer sein kann.

Letzten Dienstag hatte ich geplant vier meiner Senioren im Norden Chicagos zu besuchen - Mr. & Mrs. W, Mr. A und Mr. C. Bei Mr. & Mrs. W. angekommen, haben wir uns erstmal über alle Neuigkeiten unterhalten und dann von alten Zeiten erzählt. Mrs. W hatte mir dann ein altes Foto von sich und ihrer Familie gezeigt, auf dem sie super hübsch aussieht! Ich habe ihr dann gesagt, dass ich ihren Rock auf dem Foto total schön finde. Da sagte sie dann nur sie könne den Rock überhaupt nicht mehr leiden. Ich wollte schon fast sagen, dass sie immer noch toll darin aussehen würde, als Mrs. W mir dann erzählte, dass sie diesen Rock anhatte als sie als junge Frau vergewaltigt wurde. Sie erzählte mir von dem Mann, der sie gegen ihren Willen in ein Auto gezerrt und sich an ihr vergangen hat. Dass dieser Mann nie dafür bestraft wurde und noch versucht hat ihr ein schlechtes Gewissen einzureden. Dass ihr damaliger Freund ihr die Geschichte nicht glaubte. Das hat mich unglaublich traurig und wütend gemacht.. Mrs. W ist so ein herzensguter Mensch! Aber ich war auch dankbar, dass sie so ein Vertrauen zu mir hat und so etwas Persönliches mit mir teilte. Und ganz besonders dankbar, dass sie nicht mehr mit diesem Blödmann-Freund zusammen ist und dafür den verständnisvollsten Mann dieser Erde getroffen hat: Mr. W!

Nach meinem Besuch bei den beiden wollte ich Mr. A, der mir immer Gospellieder vorsingt, in seinem Nursing Home besuchen. Als ich in sein Zimmer kam war das allerdings leer. Ich habe dann mit klopfendem Herzen die nächste Krankenschwester gefragt wo er denn wäre. Sie sagte mir, dass etwas passiert sei und er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Ich habe irgendwie so gar nicht damit gerechnet, dass es Mr. A so viel schlechter gehen könnte.. er hat mich sonst immer mit einem großen Lächeln, Freudentränen und einem feuchten Kuss auf die Wange empfangen. Man ignoriert als Little Brothers Mitarbeiter manchmal gerne die Tatsache, dass die Senioren nun mal alt sind und nicht mehr ihr ganzes Leben vor sich haben. Also habe ich meistens auch Mr. A's Rollstuhl und den Schlauch, der aus seinem Bauch rausguckt, ausgeblendet. Weswegen und in welchem Krankenhaus er ist, das durfte die Krankenschwester mir mal wieder nicht sagen, da ich kein Familienmitglied bin. Natürlich hat das seine Gründe, aber es ist einfach schlimm zu wissen, dass der Senior irgendwo in einem Krankenhaus liegt und keinen Besuch bekommt.. Wüsste man wo, würde man ja sofort hinfahren! Ich werde jetzt jedes Mal wenn ich in der Nähe seines Nursing Homes bin nach ihm sehen. Etwas anderes kann ich leider nicht tun.

Ich habe mich dann auf den Weg in ein anderes Nursing Home gemacht, um nach Mister C. zu sehen. Nachdem sich sein Zustand schon bei meinem letzten Besuch ("Mein erstes Mal") so verschlechtert hatte, war er danach im Krankenhaus und uns wurde auch da nicht mitgeteilt wo er ist und wann er wieder kommt. Ich bin dieses Mal zu den Krankenschwestern gegangen und habe gefragt ob er da sei. Die Krankenschwester sagte mir dann, er sei in seinem Zimmer.. allerdings wären gerade Leute vom Hospiz bei ihm. Als ich ihn dann sah wusste ich auch warum. Er lag in seinem Bett, war nicht ansprechbar, konnte nicht mehr selbstständig atmen und hatte die Augen geschlossen. Zwei Frauen, die in einem Hospiz arbeiten, standen bei ihm, spielten Gitarre und sangen ein paar Lieder. Sie erzählten, dass sie das für jeden Veteran machen würden, um ihm für seinen Dienst zu danken. Sehr amerikanisch. Aber es war sehr schön. Wir standen dann zu dritt um sein Bett und ich war irgendwie sprachlos - ich wusste nicht so recht was ich machen soll. Mr. C. lag im Sterben. Und ich wusste genau, dass es nicht mehr lange hin ist. Jeder in dem Raum weiß es, allerdings spricht es niemand aus. Man will es eben nicht wahrhaben. Eine seiner Krankenschwestern kam noch vorbei und wir unterhielten uns über Mister C. und sein ereignisreiches Leben.. und natürlich über seinen einzigartigen Humor! Sie fing an zu weinen und die beiden Hospiz-Frauen stimmten noch ein Lied an. Irgendwann war ich dann alleine neben ihm an seinem Bett und hielt seine Hand. Erzählte ein bisschen aus meinem Leben. Vielleicht hörte er mich nicht, vielleicht aber schon. Ich wollte einfach noch ein bisschen da sein. Alle paar Minuten hörte er für einige Zeit auf zu atmen und schnappte dann wieder nach Luft. Er litt. Und ich hoffte einfach nur, dass er nicht mehr lange so leiden muss.. Ich weiß gar nicht wie lange ich bei ihm war, aber irgendwann habe mich von ihm verabschiedet und ihm gesagt wie froh ich bin ihn kennengelernt zu haben! In solchen Momenten kommen Worte aus deinem Mund, über die man gar nicht nachdenken muss - die sprudeln einfach aus deinem Herzen. Gestern habe ich sein Nursing Home besucht. Sein Namensschild hing nicht mehr an der Zimmertür. Er ist einen Tag nach meinem Besuch verstorben.


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Happy Holiday

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03. Januar

Weihnachten war dieses Jahr anders. Aber anders schön! Nach der Weihnachtsfeier von unserer Arbeit und dem Verschicken der fast schon kitschigen Weihnachtsfotos an unsere Senioren, war es dann auch schon relativ schnell der 24. Dezember. Der 24. Dezember ist in den USA ja fast wie jeder andere Tag auch, nur dass mehr Menschen eine Weihnachtsmütze tragen. Weihnachten gefeiert wird hier dann erst am Morgen des 25. Den 24. Dezember habe ich dann auch ganz amerikanisch verbracht und war beim Footballspiel der Chicago Bears gegen die Washington Redskins im Soldier Field. Es war mega kalt - aber da mussten wir dann eben durch. Dank der Schummelkünste meines Kumpels saßen wir nach der Pause anstatt auf unseren eigentlichen Plätzen weit oben dann ganz unten in der allerersten Reihe direkt hinter der Spielerbank der Chicago Bears. Peeerfekt!

Abends haben wir dann ein großes Weihnachtsessen mit meinen Mitbewohnern und Freunden veranstaltet, für das jeder etwas gekocht hat. Es gab einen ganzen Truthahn, französischen Käse mit Baguette, Apfel-Nuss-Kuchen und vieles mehr... Superlecker! Wir hatten wirklich einen richtig schönen Abend. Man wird um Weihnachten rum nämlich doch etwas traurig, dass man nicht mit den lieben Menschen zuhause feiert und ich war froh, dass wir alle zusammen waren.

Am nächsten Tag, also dem 25., fanden dann die drei großen Little Brothers Christmas Parties für die Senioren statt. Ich wurde zur South Party eingeladen und sollte vier Seniorinnen abholen, die allerdings alle sehr weit auseinander wohnen. Deswegen musste ich auch ziemlich früh los... das war zumindest der Plan. Als ich im Auto saß sprang dieses nämlich nicht an. Ich konnte dann ein anderes Auto nehmen, in das allerdings nur 3 der 4 Seniorinnen reinpassten. Also mussten wir dann noch jemanden finden, der die eine Seniorin abholen konnte. Nach einem Hin und Her hatten wir dann aber jemanden finden können und mit dicker Verspätung ging es dann auch los. Die drei Damen, die ich abgeholt habe, hätten unterschiedlicher nicht sein können. Eine sehr elegante Dame Ende 90, die trotz ihres Alters noch jeden Tag die Treppen zu ihrer Wohnung eigenständig rauf und runter läuft, und ganz viele liebe Worte parat hatte. Eine andere Dame in super buntem Outfit, die 15 Minuten hinter der verschlossenen Glastür ihres Gebäudes saß und mich und meine herumfuchtelnden Arme keines Blickes würdigte (als ich dann endlich drin war und nach ihr fragte, sagte sie dann nur dass sie doch die ganze Zeit schon da sitzen würde). Sie hat es auch geschafft sich auf der kompletten Autofahrt über meine schlechten Abholkünste auszulassen.. Weihnachten, das Fest der Liebe. Die andere Dame die ich abgeholt habe ist eine der Senioren, die ich regelmäßig besuche: Miss W. Sie ist sowieso schon der absolute Knaller ("I don't like to watch "Empire". The people in there are having way too much sex... and since I'm not getting any, why should I watch other people doing it?!"). Auf der Christmas Party angekommen haben wir uns dann einen Tisch gesucht - und ganz viel gegessen. Ich habe auch viele meiner Senioren wiedergetroffen, die ich wegen des Geschenkeprojekts schon länger nicht mehr gesehen hatte... das war richtig schön sie alle wiederzusehen! Ich habe sogar ein Weihnachtsgeschenk von meiner lieben Miss A. bekommen: eine Handcreme, die sie zur Hälfte sogar in Geschenkpapier gewickelt hatte. Als der DJ dann Partymusik aufgelegt hat (es lief wirklich gute Musik!) haben wir mit einigen Senioren getanzt. Und als ich dann wieder zum Tisch zurückkam, war der Kuchenteller auf meinem Platz weg.. dafür standen zwei leere Teller auf dem Platz von Miss W., die neben mir saß. Verdächtig.. Miss W. meinte dann, dass sie mein Stück Kuchen ja hätte essen MÜSSEN, weil ich ja schließlich nicht da gewesen wäre. Ich wurde auf der Party von mehreren Senioren (darunter natürlich auch Miss W.) angesprochen, ob wir denn Boxen dabei hätten, damit sie darin das Essen mitnehmen können. Ich habe ihnen dann erklärt, dass wir das generell nicht machen dürfen (manche vergessen ihre Box vielleicht im Kühlschrank und werden dann krank, wenn sie das Essen essen). Das war den Senioren aber relativ egal, dann mussten halt die Stoffservietten herhalten - und da wurde wirklich alles reingepackt! Man könnte meinen, dass manche Senioren hier kurz vorm Verhungern sind. Nachdem die elegante Dame an meinem Tisch zum zwanzigsten Mal mit offenem Mund und bei lauter Musik eingenickt war, war es dann auch Zeit zu gehen. Ich habe die drei Damen nach Hause gebracht, das Auto zuhause abgestellt und bin direkt weiter nach Downtown gefahren: da haben nämlich schon meine Eltern auf mich gewartet! Die beiden haben nach ihrem zweiwöchigen Floridatrip noch 5 Tage in Chicago gebucht. Juhu! Zur Feier des Tages waren wir in Michael Jordan's Steakhouse essen.. bzw. hatte nichts anderes auf, es war ja schließlich Weihnachten.

Die nächsten Tage hatte ich mir freigenommen und wir sind gaaanz viel durch Chicago gelaufen, haben Hot Dogs, Pancakes und Deep Dish Pizza gegessen, ein Bier in der Bar im Hancock Tower getrunken, sind den Navy Pier hoch und runter gegangen, haben den Blick auf Downtown vom Museum Campus genoßen... Wir haben uns auch die Zoo Lights im Lincoln Park angeguckt - dort wurden in der Weihnachtszeit ganz viele Lichterketten und bunter Weihnachts-Schnickschnack installiert. Das war so kitschig, dass es schon wieder schön war. Nach vier Tagen Sightseeing waren meine Eltern sehr begeistert von Chicago, glauben aber trotzdem dass es hier im Sommer wohl schöner ist. Da haben sie auf jeden Fall Recht! An ihrem letzten Tag in Chicago waren wir dann zusammen arbeiten und haben drei meiner Senioren ihre Weihnachtsgeschenke vorbeigebracht und zwei meiner Lieblingsomis besucht. Das war richtig schön!

Am Ende des Tages mussten meine Eltern und ich uns dann eingestehen, dass auch dieses Mal die Zeit wieder viel zu schnell rum ging - wir mussten Tschüss sagen! Und das wird leider niemals einfacher :(

Nach den Tagen mit meiner Familie war es dann auch schnell schon Silvester. Der Plan war es mit ein paar Freunden bei uns zu essen und zu trinken, dann zum Navy Pier zu fahren um dort das Feuerwerk anzuschauen und danach feiern zu gehen. Nachdem wir mit 12 Leuten Mitternacht sowieso schon fast verpasst hatten, sind wir dann einfach hier geblieben und hatten einen super Abend! Und zwei Tage und einen schlimmen Kater später, habe ich dann erst Mal so richtig realisiert wie schnell die Zeit doch umgeht. Jetzt ist der Abschied von Chicago schon dieses Jahr und nicht mehr nächstes. Ich finde das ganz schön gruselig.. Allerdings darf man da auch nicht zu viele Gedanken dran verlieren und muss das Leben hier einfach so genießen als würde man hier bleiben. Mit meinen Lieben von zuhause, günstigeren Supermärkten und deutschem Brot hätte ich damit eigentlich auch gar kein Problem..

 


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