Washington D.C.

Washington D.C.

Am Freitag, den 14. Juli, ging es für mich und Anja für drei Tage nach Washington D.C.! Nachdem unser Flug zwei Stunden später als geplant in Chicago losgeflogen war sind wir gegen Mitternacht in unserem Hotel in Arlington, Virginia, angekommen und nur noch ins Bett gefallen. Von dort aus mussten wir am nächsten Morgen nur über eine Brücke fahren und waren dann schon in D.C. Wir haben zuerst eine Führung durchs U.S. Capitol Building (der Sitz des Congress) gemacht und haben dort auch ein paar Sachen über den ersten Präsidenten der USA gelernt - es ist nämlich kein Zufall dass er und die Hauptstadt der USA den gleichen Namen tragen! Nach der Führung sind wir dann ganze 13km gelaufen und haben uns das Washington Monument (der große Obelisk), das World War II Memorial und das White House angesehen und sind die Treppen zum Lincoln Memorial hochgelaufen. Es war echt verrückt das alles in echt zu sehen - man kennt es ja sonst nur aus Filmen oder Serien! Abends sind wir zur U Street gefahren, in der es ganz viele Restaurants, Bars und Clubs gibt. Wir haben dort etwas gegessen, einen Mojito getrunken und den Abend dann mit einem exklusiven Glas Wasser in einer Rooftop Bar ausklingen lassen.

Am Sonntag sind wir nach Georgetown gefahren, eine kleine schöne Gegend in D.C. mit Krimskrams-Shops und Restaurants. Wir haben dort bei Leopold's Kafe + Konditorei gefrühstückt - dort hatten wirklich alle Gerichte nur deutsche Namen. Wir haben den Kaiserschmarrn probiert - und OH MEIN GOTT, war der gut! Ich glaube selbst in Europa habe ich noch nicht so einen guten Kaiserschmarrn gegessen J Sehr glücklich und sehr satt sind wir danach über die M Street (die Hauptshoppingstraße) gelaufen und haben uns ein paar Läden angeschaut. Von dort aus sind wir dann am Fluss entlang bis zum Lincoln Memorial gelaufen. Das war richtig schön aber auch richtig heiß.. Später haben wir uns mit Kalina getroffen, die zufälligerweise an dem Wochenende auch in Washington war. Wir haben uns mit ihr und ihren Freunden in einem Restaurant verabredet, in dem es nur ein Menü gibt: Steak mit Pommes und Salat! Also habe ich an diesem Abend das allererste Steak meines Lebens bestellt - man mag es kaum glauben aber ich habe wirklich noch nie ein Steak gegessen! J Und so schlecht war es sogar gar nicht! Nach dem Dinner sind wir zu einer anderen Rooftop Bar in der Nähe des White House gegangen. Als wir uns von dort aus so die Sehenswürdigkeiten anschauten, flog ein Helikopter an uns vorbei und verschwand in den Bäumen. Wie sich später herausstellte war das der gute alte Donald, der mit einem Helikopter vom Flughafen abgeholt wurde. Machte dann auch Sinn warum die Leute, die neben uns in der Bar standen, plötzlich anfingen ganz schlimm zu fluchen.. J

Am Montag haben wir uns den Arlington National Cemetery angeschaut (durch den Zaun - wir haben schlauerweise den Eingang verpasst) und das 9/11 Pentagon Memorial und den Supreme Court besucht. Danach sind wir zum Museum of American History gefahren und konnten dort unter anderem die Kleider der First Ladies und den Hut, den Lincoln trug als er erschossen wurde, ansehen. Danach waren wir noch kurz im Museum of Natural History und im Hirshhorn Museum, in dem (komische J) Moderne Kunst ausgestellt wird. Und dann war es auch schon Zeit zum Flughafen zu fahren.. Und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht und hatten wieder eine dicke zweistündige Flugverspätung! Was wären die USA auch ohne verspätete Flüge? Als ich dann irgendwann nachts zuhause ankam war ich also sehr glücklich - glücklich endlich im Bett zu liegen, glücklich über diese ganzen tollen Abenteuer, die ich hier in Amerika erleben darf und ganz besonders glücklich darüber meine allerbeste Anja letztes Jahr in Chicago kennengelernt zu haben! J

 

Mein Fazit zu Washington D.C.: Washington ist eine sehr coole Stadt.. Chicago gefällt mir aber trotzdem besser! J Trump sieht auf Tassen, Schlüsselanhängern und Tellern genau so dämlich aus wie im Fernsehen. Äthiopisches French Toast hat nichts mit French Toast zu tun. 32 Grad sind definitiv zu heiß für Sightseeing. Die Menschen in D.C. sind lange nicht so freundlich wie in Chicago. Es ist richtig gut, dass alle Museen, Monuments, Memorials und Touren durch die berühmten Gebäude in D.C. keinen Eintritt kosten. Das White House ist gar nicht so groß wie man es sich vorstellt. Fliegen ist in den USA nicht so doll.

Nach unserem Städtetrip haben wir uns am Dienstag den Film La La Land im Millennium Park angeschaut. Es war so voll, dass wir nur gerade noch zwei Plätze gefunden haben. Für das Eis, was gratis verteilt wurde waren wir aber trotzdem zu spät :( Am Mittwoch war ich mit meiner Spotlight-Seniorin mal wieder beim Dreh einer TV-Show. Dieses Mal aber nicht Steve Harvey, sondern eine Live-Sendung, bei der irgendwie über alles und nichts geredet wird: Windy City Live! Dort wurde ein neues Restaurant vorgestellt, über O.J. Simpson abgelästert und ein Dance-Contest gestartet - also: alles und nichts J Die beiden Vorstadt-Hausfrauen in der Reihe vor uns konnten sich aber vor Aufregung kaum mehr auf ihren Sitzen halten - und als die Moderatoren dann ins Publikum fragten wer denn heute zum ersten Mal dabei sei gab es kein Halten mehr. Die beiden schmissen ihre Arme hoch und schrien den Moderatoren regelrecht entgegen, dass sie ja heute die JUNGFRAUEN der Show seien. Riesiger Lacher ihrerseits. Ein Höflichkeitslacher von Moderator Ryan, der kurz darauf beim Dreh einen ganz spontanen, vom Teleprompter abgelesenen Witz erzählte und die Co-Moderatoren vor Lachen fast aus den Stühlen fielen. Jaja.. amerikanisches Fernsehen J

Dann waren meine Supervisorin Vicky und ich für vier Tage mit 12 Senioren im Urlaub. Sommer, Sonne, Strand... oder mehr so Gewitter, Wolken, Weltuntergang. Aber es war trotzdem sehr schön. Wir waren im Theater und haben uns ein Stück angesehen in dem es um zwei Karten spielende Senioren geht. Das war dann auch schon die ganze Storyline.. Wir waren in verschiedenen Thrift Stores.. aber nur theoretisch. Einer Seniorin ist nämlich als wir angekommen waren eingefallen, dass sie ihre Medikamente vergessen hat. So schnell konnten wir sie auch bei den Pharmacies in der Gegend nicht bekommen, also durfte ich die Seniorin anderthalb Stunden zurück zu ihrem Zuhause fahren und dann wieder anderthalb Stunden zum Ferienhaus. In 30 Grad. In einem Auto ohne Klimaanlage und ohne Radio. Das war nicht ganz so toll J Wir waren noch im Casino und ich habe 10$ verspielt und 24$ gewonnen! Das wurde allerdings ganz locker von einer Seniorin getoppt die aus 20$ Einsatz mal eben 1.400$ gemacht hat. Wir haben im Urlaub den ganzen Tag gegessen, haben Spiele gespielt, ganz viel gequatscht und einen Abend sogar Wein zusammen getrunken. Es ging auch fast genau wie in der Jugendherberge zu.. die Mädels hörte man noch spät abends in ihren Zimmern quatschen, der eine beschwerte sich über das Schnarchen des anderen und das Make-Up (inklusive unechten Wimpern) mussten auch morgens schon vor dem Frühstück um 7 perfekt sitzen. Die meisten Senioren kannte ich noch nicht und habe sie in den vier Tagen richtig lieb gewonnen! 

Heute habe ich Mr. B. besucht, der einen riesigen Schrank voller Mickey Mouse Artikeln besitzt, und bin danach mit Miss A. ins Kino gegangen um den neuen Despicable Me Film zu sehen. Sie sagte zu mir, dass sie nicht weiß was sie bloß machen soll wenn ich bald weg bin.. sie würde auf jeden Fall ganz viel weinen bei unserem Abschied. Ich gehe nun schon in 3 Wochen zurück nach Deutschland und kann es immer noch nicht wirklich fassen wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich weiß, dass ich sehr sehr traurig sein werde, aber ich möchte noch gar nicht dran denken. Ich genieße jetzt noch meine letzten Tage und habe auch noch einen letzten Trip vor mir J

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