Roadtrip #3: California, Nevada, Arizona, Utah

Roadtrip #3: California, Nevada, Arizona, Utah

 

Am Samstag den 6. Mai haben wir bei Little Brothers den lieben Armand Marquiset gefeiert - das ist der Gründer der Petits Freres des Pauvres ( = Little Brothers). Da hier aber niemand Fête d'Armand Marquiset aussprechen kann, wird dieser Tag einfach der Founder's Day genannt. Ich habe für die Feier vier Senioren abgeholt, die dieses Mal sogar nichts zu meckern hatten.. Wahnsinn! Die Party war sehr schön - einige Senioren haben sogar richtig ausgelassen vor der Bühne getanzt J. Nachdem dann mit dem letzten Glas Apple Cider angestoßen und die letzte Rose ausgeteilt wurde (hat was vom Bachelor), haben wir die Senioren wieder nach Hause gefahren und dann hieß es: UUURLAUB! 11 Tage frei. Ich habe meine Senioren ja wirklich lieb, aber so langsam hatte ich dann doch mal eine Auszeit von detaillierten Durchfallerzählungen, Desinfektionsmittelgeruch und religiösen Diskussionen nötig. Anna, Sara und ich haben unsere Flüge im März gebucht. Es sollte am 07. Mai morgens von Chicago nach Los Angeles und am 17. Mai von Las Vegas wieder zurück nach Chicago gehen. Den Mietwagen und alle Unterkünfte haben wir (auf den letzten Drücker) schon vorher gebucht. Unser Plan: von Los Angeles über San Diego nach Las Vegas und von dort aus zum Grand Canyon.

California: Los Angeles

Nach der Arbeit haben wir gepackt und sind morgens früh zum Flughafen gefahren. Ein paar Stunden später sind wir in Los Angeles gelandet und konnten die Sonne kaum erwarten. Wir sind aus dem Terminal spaziert - um festzustellen dass es doch gar nicht so warm war.. Ups. Mit dem Shuttle ging es dann zur Autovermietung bei der wir nach einem einstündigen Hin und Her dann endlich mit unserem Mietauto in Richtung Hollywood losfahren konnten. Wir sind über den Walk of Fame gelaufen und haben uns das TCL Chinese Theatre mit den berühmten Hand- und Fußabdrücken angesehen. Beeindruckend finde ich besonders wie glamourös man sich dort alles vorstellt und wie heruntergekommen es doch manchmal aussieht. Danach sind wir zu The Grove gefahren und sind dort über den Farmers Market gelaufen. Das ist ein halbüberdachter Markt bei dem es so ziemlich alles zu kaufen gibt - Pizza, Croissants, Eis, Souvenirs, Burger, überteuertes Essen aus Europa. Ich fand die Atmosphäre dort total schön und man konnte sich einfach irgendwo hinsetzen, essen und Leute beobachten. Wir wurden danach aber super müde und da es dann noch anfing zu regnen entschlossen wir uns mit Zwischenstopp bei In-N-Out Burger (juhu!) zum Motel zu fahren und schlafen zu gehen.
Am nächsten Tag war es sonnig und wir haben den ganzen Tag in Santa Monica und Venice Beach verbracht. Wir konnten in Santa Monica gleich am Strand parken und waren an dem Strandabschnitt fast die einzigen - was gar nicht so verwunderlich ist, denn der Strand dort ist einfach rieeesig. Ein bisschen sonnen konnten wir uns auch, aber gegen Mittag wurde es wolkig und wir haben dann einen Spaziergang über den Santa Monica Pier gemacht und sind von dort den ganzen Weg am Strand entlang bis nach Venice Beach gelaufen. Wie schön es dort einfach ist! In Venice Beach gibt es ganz viele kleine Läden am Strand und Straßenkünstler verkaufen dort ihre Kunst. Wir haben uns die Venice Canals angeguckt und haben danach den Skateboardern am Strand zugeschaut. Das ist echt unglaublich was die können! Und alles sieht so einfach aus - dabei kann ich nichtmal auf einem Skateboard stehen ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen J

Am Dienstag sind wir durch die Hollywood Hills hoch zum Griffith Observatory gefahren und hatten dort einen tollen Blick auf die Stadt... theoretisch. Es war total bewölkt und man konnte so gut wie nichts sehen. Schön war es trotzdem! Danach ging es weiter nach Beverly Hills. Wir sind über den Rodeo Drive gelaufen und da fühlten wir uns doch fast wie ein Star.. bis wir uns was zu trinken kaufen wollten und uns die 10$ für einen Saft dann doch etwas zu teuer waren. Am Abend wurde das Wetter etwas besser und wir haben uns dann spontan entschieden zum Strand zu fahren. Am Dockweiler State Beach haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut. War das schööön! Später bin ich mit Anna nach Santa Monica gefahren und wir haben ein (viel zu teures) Bier in einer Bar namens Bungalow getrunken. Das Bungalow war ein Bungalow (man glaubt es kaum!) mit verschiedenen Räumen, die größtenteils so eingerichtet waren wie ein Abercrombie & Fitch Laden.. haha. Wir fanden das aber so cool, dass wir gleich Pläne gemacht haben so eine Bar in Europa zu eröffnen. Irgendwann sind wir gegangen, sind über die Promenade gelaufen, haben über das Leben philosophiert (so wie man das bei Mondlicht am Strand eben macht) - bis es dann Mitternacht war und Anna mir ein Geburtstagsständchen gesungen hat! Auf dem Weg zurück haben wir uns schlauerweise noch richtig verfahren und bemerkten das auch erst als wir am anderen Ende der Stadt waren.. haha. Glücklicherweise kamen wir aber doch irgendwann an unserem Motel an und ich fiel mit feuchten Augen ins Bett - vielleicht vor Freude endlich im Bett zu liegen oder vor Rührung von den lieben Geburtstagswünschen, die mich erreichten. Wer weiß J

Mein Geburtstagswunsch? In Long Beach Boot fahren und Wale sehen! Das haben wir auch gemacht - das Boot fahren. Das Wale sehen eher weniger. Wir haben leider keinen Wal entdeckt, dafür aber drei verschiedene Delfinarten und einen Mondfisch, der Mola Mola genannt wird. Das war so ein wunderschönes Erlebnis! Ich war völlig hin und weg als 50 Delfine um uns rumgeschwommen sind und der Mola Mola so durchs Wasser paddelte. Dass wir keinen Wal gesehen haben mag entweder an dem neonpinken Birthday Girl Anstecker liegen, den ich dank Sara den ganzen Tag tragen musste und die Wale wahrscheinlich von der Wasseroberfläche verschreckt hat. Oder an den 10 Weißen Haien, die an diesem Tag vor der Küste in Long Beach gesichtet wurden. WIE COOL IST DAS BITTE? Ich lieeeebe Haie. Auch wenn wir sie nur später auf einem Nachrichtenvideo gesehen haben, waren wir ja quasi direkt live mit dabei J. Nach unserem Meeresabenteuer sind wir dann weiter zu unserem nächsten Ziel gefahren: San Diego!

 

à Los Angeles ist ganz cool, aber umgehauen hat es mich nicht. Irgendwie fehlt da so das gewisse Etwas! Santa Monica und Venice Beach sind dagegen aber sehr schön und überhaupt nicht schickimicki, so wie ich es mir immer vorgestellt habe. Gerade Venice Beach hat so einen Hippie-Touch. Ich denke dort könnte ich es wohl ganz gut aushalten J

California: San Diego

Dank unserer Googlekünste sind wir abends in Pacific Beach gelandet, einem Viertel in San Diego. Dort gibt es eine Hauptstraße mit ganz vielen Bars und Restaurants, die dann direkt zum Strand führt. Nach einer Minute wurde mir bewusst: hier werde ich später ganz sicher mal wohnen, jeden Tag surfen gehen und damit mein Geld verdienen, mich nur noch in FlipFlops fortbewegen und coole Drinks in coolen Bars mit coolen Menschen trinken. Das Surfen müsste ich dafür nur noch lernen.. J In Pacific Beach haben wir dann ein bisschen meinen Geburtstag gefeiert: wir waren Pizza essen und danach in einer Bar, in der man sein eigenes Bier zapfen kann. 40 verschiedene Biersorten gab es da und man konnte sich so viel oder so wenig zapfen wie man wollte. Wir haben daraus unser eigenes Biertasting gemacht und da wir fast die einzigen im Laden waren hat uns der Bartender seine Lieblingsbiere zum Probieren gezapft… die mussten wir nicht bezahlen. Also haben wir dann auch mal gaaanz gespannt und interessiert zugehört wie und wo und wann die Biere denn gebraut wurden..

Am nächsten Tag sind wir mit Strandtuch und Bikini zum Imperial Beach gegangen - sind einmal über den Steg und direkt wieder zurück zum Auto gelaufen. Wir waren wohl etwas zu euphorisch, es war nämlich viel zu kalt und zu windig um in der Sonne zu liegen. Dann sind wir zur Old Town gefahren, in der es aussieht wie in einem Westernfilm. Überall gibt es kleine Läden, in denen man Essen, Andenken, Schmuck usw. kaufen konnte – richtig süß. Später sind wir nach LaJolla gefahren um uns die Seelöwen anzugucken, die dort angeblich direkt neben dem Strand auf einem Felsen hausen. Und genau so war es auch - ein Seelöwe hüpft ins Wasser und alle Leute sind begeistert. Später sind wir zum Hafen gefahren um uns die Unconditional Surrender Statue anzugucken und sind für den Sonnenuntergang zu den Sunset Cliffs gefahren. Wunderwunderschön - der perfekte Abschluss zu einem perfekten Tag!

Am nächsten Morgen sind wir noch gaaanz kurz beim Outlet Center in San Ysidro vorbeigefahren (wir haben ja schließlich nichts zum Anziehen), welches direkt an der mexikanischen Grenze liegt. Und dann ging es los Richtung VEEEEGAS!

 

à San Diego ist toll! Alles was wir gesehen haben war schön und ich wünschte wir hätten noch etwas länger bleiben können - ich will auf jeden Fall wiederkommen!

Nevada: Las Vegas

6 Stunden Autofahrt später sind wir in Las Vegas angekommen. Als ich vor mittlerweile fast 8 Jahren für ein halbes Jahr nach Arcata in Kalifornien gegangen bin habe ich ganz viele tolle Menschen kennengelernt - und einer davon ist Gabriel. Wir waren in der gleichen History Class und er war damals totaler Deutschland-Fan und kannte alle Namen der deutschen Fußball-Nationalspieler. Seitdem ich ein Jahr später dann nochmal im Urlaub in Arcata war haben wir uns nicht mehr wiedergesehen. Als ich ihm von unseren Roadtrip-Plänen erzählt habe, hat er sich spontan entschieden mit uns ein paar Tage in Las Vegas zu verbringen. Es war soo schön und soo komisch sich wiederzusehen – man ist genau so wie vor 6 Jahren.. nur eben anders J Zur Feier des Tages haben wir alle zusammen im Restaurant unseres Hotels gegessen. Das war allerdings so schrecklich ekelig, dass wir uns vor Lachen kaum noch halten konnten.. Gegen Mitternacht kam Pepa noch dazu, die uns fürs Wochenende besucht hat und zu fünft sind wir dann ein bisschen über den Las Vegas Strip gelaufen. Wir wollten uns nur schnell ein Bier im Beerpark kaufen, aber drei Stunden später waren wir auf den Tischen tanzend immer noch da. Um 5:00 lagen wir im Bett. Wir hatten uns Karten für eine Beachparty am nächsten Tag gekauft und als der Wecker um 8:00 klingelte, hab ich es doch kurz bereut. Aber auch nur ganz kurz - kaum sind wir im Encore Beach Club angekommen, habe ich nämlich schon vergessen dass ich supermüde war. Auch 9 Stunden später waren wir immer noch voll dabei. Wir haben den ganzen Tag in der prallen Sonne, im Pool und mit David Guetta getanzt. Er hat dort aufgelegt und man konnte direkt vor seinem DJ Pult feiern. Die Stimmung, die Musik, die Menschen – es war wie im Traum J Gegen Ende der Party sind Pepa und ich durch die Pools gesprungen (die ehrlich gesagt auch nicht mehr ganz so frisch aussahen) und standen plötzlich im.. Geldregen? Ja. Es regnete 1-Dollar-Scheine. Von der halbstarken Jungsgruppe auf der anderen Seite des Pools, die offensichtlich so reich waren, dass sie nicht mehr wussten wohin mit dem ganzen Geld. Pepa und ich mussten uns nichtmal angucken und haben sofort nach den Scheinen gegriffen. Sogar getaucht sind wir. Da kennen wir nichts. Hahahahaha - Das Leben der armen Volunteers. Leider hatten wir im Endeffekt nur 10 Dollar zusammenbekommen und konnten uns nichtmal ein Bier davon kaufen, das kostet dort nämlich schlappe 14 Dollar. Nach der Beach Party haben wir uns noch die Fountain Show vorm Bellaggio Hotel angeschaut und sind später am Abend zur Fremont Street gefahren. Da sind ganz viele Lichter, Läden und fliegende Menschen. Wirklich!

Relativ früh sind wir am nächsten Morgen zur Red Rock Canyon National Conservation Area gefahren, die nur 20 Minuten von Las Vegas entfernt ist. Es sieht dort ein bisschen so aus wie im Grand Canyon, nur kleiner. Wir haben ein paar Mal auf der 20km langen Autorundfahrt angehalten, sind auf Felsen geklettert, haben in einer kleinen Höhle gechillt und sind zu einem Wasserfall gewandert, der sich eher als Tropfen entpuppte. Wieder in der Stadt gab es ein schickes Abschiedsessen bei In-N-Out Burger und dann mussten wir Pepa und Gabriel Tschüss sagen. Pepa sah ich ja in ein paar Tagen schon wieder aber Gabriel und ich mussten uns wieder für eine unbestimmte Zeit verabschieden. Wir haben beide ein paar Tränchen verdrückt - verrückt wie man sich 6 Jahre lang nicht sieht und sich noch genau so lieb hat wie früher!

 

à Las Vegas ist unglaublich. Die rieeesigen Hotelanlagen, in denen wir uns nicht nur einmal verlaufen haben. Die Lichter überall. Glückliche Menschen. Ganz viel Sonne. Besser geht es kaum. Wir wurden auf der Straße von einem Mann angesprochen, der uns irgendeine Party andrehen wollte. Als wir ihm sagten dass wir dafür kein Geld haben war er total geschockt und meinte dass man doch nicht arm nach Las Vegas kommen könne. Doch. Kann man auf jeden Fall. Und eine richtig gute Zeit dabei haben kann man sogar auch noch – ist nämlich gratis J Was ich in Vegas super schön fand war dass dort so viele unterschiedliche Menschen miteinander feiern und Spaß haben. Egal wo du herkommst oder wie du aussiehst – hauptsache du bist happy!

Arizona: Grand Canyon

Bis spät in die Nacht sind Anna, Sara und ich nach Flagstaff in Arizona gefahren. Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg zum Grand Canyon gemacht. Wir haben den ganzen Tag dort verbracht, sind an der Kante des Canyons entlang- und auch ein bisschen in den Canyon reingewandert. Dieser Ausblick ist so super schön. Man steht dort einfach und staunt – man kann es gar nicht glauben! Es sieht fast so aus als hätte jemand eine riesige Fototapete dorthin geklebt und das ist alles gar nicht echt. Später haben wir den Shuttle Bus genommen und sind noch zu ein paar anderen Aussichtspunkten gefahren bevor wir uns nach Sonnenuntergang wieder auf den Weg nach Flagstaff gemacht haben.

 

à Der Grand Canyon liegt komplett in Arizona, allerdings kann man den westlichen Teil (West Rim) innerhalb von 2 Stunden aus Las Vegas aus erreichen. Dort war ich vor ein paar Jahren und mir hat es schon richtig gut gefallen. Dieses Mal wollte ich gerne den südlichen Teil (South Rim) sehen und dort fand ich es fast noch besser. Man zahlt 30$ pro Auto für den Eintritt und kann damit mehrere Tage wiederkommen. Es gibt viele verschiedene Wanderwege, die teilweise auch in den Canyon hineinführen, aber auch einen kostenlosen Shuttlebus, der mehrere Aussichtspunkte anfährt. Man kann also ein bisschen wandern und danach Bus fahren und hat an einem Tag so viel wie möglich gesehen.

Arizona: Antelope Canyon & Horseshoe Bend

An unserem letzten ganzen Tag wollten wir uns eigentlich nur den Horseshoe Bend in der Nähe von Page in Arizona anschauen und uns dann auf den Weg zurück nach Las Vegas machen. Allerdings ist uns dann aufgefallen, dass der Antelope Canyon nur 15 Minuten vom Horseshoe Bend entfernt liegt und haben uns dann spontan entschlossen dort noch hinzufahren. Der Canyon liegt im Navajo Nation Reservat und man kann ihn nur mit einer geführten Tour besuchen. Die haben wir dann gebucht und der Antelope Canyon war wirklich richtig toll. Die Farben der Steine dort sind so schön und man kann sich gar nicht vorstellen, dass die Felsen dort alleine von der Natur so geformt wurden. Nach der anderthalbstündigen Tour sind wir weiter zum Horseshoe Bend gefahren – und ich glaube das war mein absolutes Highlight unseres Roadtrips. Als ich nach Chicago kam habe ich eine Bucket List geschrieben. Unter anderem wollte ich unbedingt den Horseshoe Bend sehen, habe aber nicht geglaubt, dass ich es in diesem Jahr wirklich dorthin schaffe! Mein Traum ging aber in Erfüllung J. Der Blick auf den Canyon und den Colorado River war genau so wunderschön wie ich es mir vorgestellt habe. Hallelujah! Trotz sehr (!) wackeliger Beine (es geht dort 300 Meter weit runter und es gibt keine Absperrungen) haben wir einfach nur die Aussicht genossen... und Fotos geschossen auf denen es nicht aussieht als würden wir uns vor Höhenangst fast in die Hose machen. Nach diesem wunderbaren Tag haben wir uns dann auf den Weg zurück nach Las Vegas gemacht, da wir am nächsten Tag von dort unseren Flug zurück nach Chicago gebucht hatten. Es ging zurück durch Arizona, Utah und Nevada. Und wie schön ist bitte Utah? Ich hätte am liebsten alle paar Meter dort angehalten, um Fotos zu machen. Wie eine Filmkulisse!

 

à  Der Antelope Canyon ist superschön. Im Gegensatz zum Grand Canyon, bei dem man alles ja quasi nur von oben sieht, kann man im Antelope Canyon richtig in den Canyon reingehen. Allerdings hat mir die Tour nicht so gefallen. Größtenteils teilte uns der Tourguide nur mit an welchem Ort man jetzt genau wie die besten Fotos machen kann und wir gingen quasi in einer langen Schlange einmal durch den Canyon. Das hat die Atmosphäre irgendwie total kaputtgemacht und das fand ich echt schade. Trotzdem hab ich nicht bereut die Tour gebucht zu haben – wann kommt man denn nochmal wieder? Der Horseshoe Bend dagegen war einfach nur überwältigend. Wir haben vorher bei Tripadvisor gelesen, dass es vom kleinen Parkplatz zum Horseshoe Bend eine richtige Wanderung sein soll, die anstrengend und gar nicht mal so einfach ist. Wir haben also extra nochmal unser Wasser aufgefüllt und liefen unseren ersten Hügel hoch. Den ersten - und letzten. Das wars nämlich schon. Man läuft vielleicht 15 Minuten den kleinen Hügel hoch und wieder runter und ist dann schon da. Da musste selbst ich als unsportlicher Mensch ein bisschen lachen.

Nevada: Las Vegas

In Vegas angekommen sind wir noch ein bisschen über den Strip gelaufen, haben Mac&Cheese aus Plastikbechern in Mark Wahlbergs Restaurant gegessen und haben danach die luxuriöseste Nacht unseres ganzen Trips gehabt. Und das im allerbilligsten Hotel in Las Vegas! Am nächsten Tag gab es Pommes zum Frühstück und wir haben uns noch ein paar Stunden an den Pool gelegt. Am späten Nachmittag haben wir das Auto am Flughafen zurückgegeben und sind in unseren Flieger nach Chicago gestiegen. Dort sind wir mit dicker Verspätung und stundenlangem Kreisen über Chicago (das Wetter war zu schlecht um zu landen) auch irgendwann angekommen J

 

à Ich bin so glücklich über diesen Trip! Wir haben so viele tolle Sachen gesehen und ich bin sehr dankbar dafür das erleben zu dürfen. Ich muss sagen, dass ich auch ganz schön stolz auf uns bin, weil wir den Trip richtig gut geplant haben! Natürlich kann man in all den Städten sehr viel Geld ausgeben, aber da wir als Volunteers nicht das Geld der Welt haben, haben wir so gut es geht versucht zu sparen - und hatten trotzdem eine super Zeit! Wir haben die billigsten Motels & Hotels gebucht, da die meistens günstiger für uns drei waren als ein Hostel. Und wir hatten nur zwei Mal Kakerlaken im Zimmer und nur ein Mal verschimmeltes Essen von den Vorgängern (oder Vorvorvorvorgängern..) im Kühlschrank. Geht doch, oder? J

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