One week to go

One week to go

August 2016

Heute in einer Woche geht mein Flieger nach Chicago. Es fühlt sich so an als wäre ich vor ein paar Tagen erst vom Vorbereitungsseminar zurückgekommen. Verrückt wie schnell die Zeit vergeht!

Mittlerweile kann ich mich "Kim Vielmal, M.Sc." nennen (das was früher ein Diplom-Psychologe war, ist heute ein Master of Science): ich habe nämlich alle meine Noten für meinen Master bekommen und habe somit meinen Abschluss. Ich freue mich total! Und ich bin auch super zufrieden mit meinen Ergebnissen. Eine offizielle Zeremonie für meinen Studiengang gibt es sogar auch. Dabei wird für jeden eine persönliche Rede von einem Professor oder einer Professorin gehalten, die man in der Studienzeit gut kennengelernt hat. Bei mir wäre das zum Beispiel mein Supervisor der Masterarbeit. Danach dürfen wir dann im sogenannten "Zweetkamertje" auf der Wand unterschreiben. Das dürfen nämlich alle Absolventen der Uni Leiden. Sogar der König der Niederlande und Nelson Mandela haben dort schon unterschrieben! Leider kann ich bei dieser Zeremonie nicht dabei sein. Die ist für unseren Studiengang nämlich Ende September und da bin ich schon weit, weit weg in den USA. Mein Diplom wird mir dann ganz unspektakulär per Post geschickt - fast so als hätte man das Ding mal eben im Internet bestellt. Weil meine Familie es ganz schön schade findet, dass sie sich auf keiner offiziellen Uni-Zeremonie peinlich benehmen darf, hat sie mich mit einem inoffiziellen Abschluss-Grillen im Garten überrascht. Dazu gab es einen tollen großen Luftballon und Karten für ein Drake-Konzert in Chicago! Hallelujah!

Neben meinem Abschluss gab es noch viele Sachen zu erledigen. Das was man eben so erledigen muss bevor man ein Jahr ins Ausland geht. Ganz viel deutsches Essen genießen zum Beispiel  Und so viel Zeit wie möglich mit Familie und Freunden verbringen. Nebenher habe ich aber auch noch meinen internationalen Führerschein beantragt und war shoppen. Bei Little Brothers gibt es nämlich sowas wie einen Dresscode: business casual. Das heißt zum Beispiel, dass dort keine Jeans getragen werden. Da meine werte Hosensammlung nur aus Jeans bestand musste ich also wohl oder übel shoppen gehen. Natürlich blieb es nicht nur bei Hosen.. aber egal!

In den nächsten Tagen habe ich noch viel geplant und werde nebenher schon mal versuchen meinen Koffer zu packen. Ich habe 23kg Freigepäck und darf noch ein 8kg schweres Handgepäck mitnehmen. Wie soll da bloß alles reinpassen was ich für ein ganzes Jahr mitnehmen will?! Es ist und bleibt ein Mysterium, was ich in den nächsten Tagen versuchen werde zu lüften. Aber vorher setze ich mich jetzt erstmal in die Sonne. Procrastination und so 


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23. August

Bald geht es los!

Juli 2016

Am Wochenende habe ich erfahren wann es los geht: Am 23. August werde ich von Düsseldorf über Kopenhagen nach Chicago fliegen! So langsam wird es also ernst biggrin


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Vorbereitungsseminar in den Alpen

Vorbereitungsseminar in den Alpen

Juli 2016

Nachdem ich meine Masterarbeit und meinen Praktikumsbericht endlich abgeschickt hatte, war es am 23. Juni so weit - das World-Horizon Vorbereitungsseminar stand an. Ich bin morgens um 5 in Dormagen losgefahren und habe noch drei andere Freiwillige am Bahnhof in Köln abgeholt. Mit vollgepacktem Auto haben wir uns dann auf den Weg Richtung Ruhpolding gemacht, einem Ort kurz vor der österreichischen Grenze in dem das Seminar stattfinden sollte. Obwohl wir uns vorher gar nicht kannten haben wir die komplette Fahrt durchgequatscht - die Fahrt war trotz Stau und Hitze also sehr unterhaltsam biggrin

Auf dem Weg zur Almhütte
Auf dem Weg zur Almhütte

Nachdem wir eine Stunde zu spät am Ziel ankamen, haben wir zuerst alle anderen Freiwilligen begrüßt. Ein paar Freiwillige kannte ich noch vom Auswahlseminar, aber die meisten kannte ich noch nicht. Nach einem ersten Kennenlernspiel bekam jeder schon mal einen kleinen Überblick über die Leute mit denen man die nächsten 10 Tage auf einer abgelegenen Alpenhütte verbringen sollte. Und dann begann der Aufstieg... und, oh mein Gott, war das anstrengend! Mit einem vollen Wanderrucksack und 30 Grad war es auf gar keinen Fall einfach den Berg hochzukommen. Gerade für einen Sportmuffel wie mich Auf dem Weg zur Almhütte Auch wenn mir teilweise die Luft fehlte, um mich anständig mit den anderen Freiwilligen zu unterhalten, war die Wanderung ein guter Einstieg in das Vorbereitungsseminar und ich hab mich sehr gefreut die anderen Freiwilligen endlich kennenzulernen. Nach zweieinhalb Stunden hatten wir es ja auch schon geschafft...

Die "Haupthütte"
Die "Haupthütte"

Oben angekommen haben wir uns erstmal eingerichtet. Uns wurde nicht zu viel versprochen: es gab wirklich kein Handynetz, größtenteils kein warmes Wasser und keinen Strom. Es gab zwei Hütten, in denen jeweils die Hälfte von uns Freiwilligen und den Länderleitern einzogen. Wir wurden dann in verschiedene Teams eingeteilt - Kochteam, Spülteam, Putzteam und Feuerteam. Und dann ging es los!

In den 10 Tagen auf der Alm habe ich so viel gesehen, gelernt und erlebt, dass es gar nicht auf diese Seite passen würde. Deswegen hier das Vorbereitungsseminar als Kurzfassung: Schokomüsli zum Frühstück. Ganz viele unterhaltsame und interessante Vorträge. Gefühlte Tausend Partien UNO (Asozial). Peinliche Geschichten und tiefgründige Gespräche am Lagerfeuer. Unser Outdoor Coach Andi. Eine 3-4 stündige Wanderung zum Gipfel des Rauschbergs, bei der wir natürlich nicht den normalen Wanderweg gelaufen sind (und ich das Seminar zwischenzeitlich echt verflucht habe biggrin ). Der absolut leckerste Kaiserschmarrn als wir oben angekommen sind. Kaltes Trinkwasser aus der Quelle. Nächtliche Spinnenbegegnungen auf der Toilette. Hitze. Kälte. Eine Baumfällung mit Axt und Säge und unsere selbstgebaute Brücke aus Baumstämmen. Hochemotionale Looping Louie Runden im Kerzenschein. Ein Wasserfall mitten im Wald. Eine schwarze gefährlich aussehende Schlange vor unserer Hütte, die laut Andi nur "ein bisschen giftig" war. Einen Orientierungslauf, bei dem wir die andere Gruppe nur mithilfe eines Kompass finden sollten und dabei durch den tiefsten Matsch den Berg hoch- und runtergeklettert sind. Mückenstiche, Muskelkater und kaputte Füße. Eine Outdoor-Übernachtung, bei der wir unter freiem Himmel an einem Flußbett schlafen wollten, aber mitten in der Nacht durch ein heftiges Gewitter überrascht wurden (nass von Kopf bis Fuß sind wir dann mit Taschenlampen und Goa-Musik den Berg wieder zur Hütte hochgewandert). Eine Wanderung nach Ruhpolding zum Fußball gucken. Und zu guter letzt: Buffalo!

Auf dem Weg zum Gipfel
Auf dem Weg zum Gipfel
We made it!
We made it!
Unsere selbstgebaute Brücke
Unsere selbstgebaute Brücke

Die Outdoor "Übernachtung"
Die Outdoor "Übernachtung"
Looping Louie
Looping Louie
Auf dem Rauschberg
Auf dem Rauschberg

Insgesamt kann ich sagen, dass das Vorbereitungsseminar total wichtig für mich war. Die 10 Tage waren sowas wie der offizielle Startschuss zu meinem bevorstehenden Jahr in Chicago. In Gesprächen mit den anderen Freiwilligen und bei Vorträgen über unseren Dienst ist mir erst mal so richtig klar geworden was dieses Jahr für mich eigentlich bedeutet. Ich werde nicht einfach so larifari in die USA gehen, sondern dabei helfen bedürftigen und vereinsamten Senioren ein bisschen Lebensfreude zurückzubringen. Ich bin mir sicher, dass ich viele tolle Sachen mit den Senioren erleben werde. Allerdings ist mir auch bewusst wie hart die Arbeit werden kann - es wird oft wahrscheinlich auch überhaupt nicht so laufen wie ich es mir wünsche. Neben einer tollen Zeit hat mir das Vorbereitungsseminar auch gezeigt, dass man in schwierigen Situationen nicht einfach aufgeben darf. Auf der Wanderung zum Rauschberg bin ich an meine Grenzen gestoßen, habe aber trotzdem die Zähne zusammengebissen und bin weitergegangen. Egal wie anstrengend, matschig und steil der Weg war - ich hab es trotzdem geschafft. Was eine schöne Metapher biggrin


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Mein Visum

MEIN VISUM

Juni 2016

Der Visumsantrag für die USA besteht aus zwei Teilen: zuerst füllt man im Internet einen relativ langen Fragebogen aus, in dem unter anderem gefragt wird ob man ein Terrorist ist. Danach vereinbart man dann einen Visumstermin im nächstgelegenen amerikanischen Generalkonsulat. In Deutschland gibt es davon drei: in München, Berlin und Frankfurt.

Am 07. Juni ging es für mich also mit dem Auto nach Frankfurt, da ich dort um 12 Uhr meinen Termin hatte. Dort angekommen stand ich erstmal ein paar Minuten in einer Schlange vor dem Gebäude und wurde dann im Eingang nach verbotenen Gegenständen gescannt. Handys und andere Elektronikgeräte sind im Generalkonsulat nämlich nicht erlaubt und müssen vorne abgegeben werden. Im Hauptgebäude wurde ich dann an zwei verschiedene Schalter geschickt, an denen ich ein wenig über mein Vorhaben befragt wurde. "What are you planning to do in the US?" "How long are you going to stay?" "Where are you going to live?" etc. Kurz danach hörte ich dann den Satz "Your visa is approved!" - und da war der Visumstermin auch schon vorbei. Ich war total überrascht wie schnell es dort ging, da ich mit viel Wartezeit gerechnet hatte. Allerdings saß ich schon 30 Minuten nach Ankunft wieder im Auto und hab mich auf den Rückweg gemacht.

Das Generalkonsulat behält die Reisepässe aller Leute, die ihr Visum beantragen, da und schickt diesen mit dem offiziellen "Visumssticker" dann ein paar Tage später per Post. Ich musste auch nicht lange warten und hielt mein Visum dann zwei Tage später schon in der Hand. Außer dem Foto, auf dem ich aussehe wie eine Verbrecherin, ist der Sticker ganz schön schick im Reisepass biggrin


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Update

UPDATE

Mai 2016

Jetzt ist es schon Mai und mein Auslandsjahr rückt immer näher! Ich wollte euch ein bisschen erzählen was bei mir so in der letzten Zeit passiert ist. Nachdem ich im Januar die Nachricht bekommen habe, dass ich einen Freiwilligendienst in Chicago absolvieren darf, habe ich mich unglaublich gefreut. Da wurden erstmal Unmengen an Anrufen getätigt und Sprachnachrichten verschickt.. ich hatte nämlich bis zu dem Zeitpunkt so gut wie niemandem von meinem Vorhaben erzählt. Hab da mehr auf den Überraschungseffekt gebaut.. ist doch viel cooler smile Ein paar Tage später hatte ich dann ein Skypegespräch mit Christine von Little Brothers in Chicago. Sie ist dort ein Intergenerational Coordinator und kommt ursprünglich aus Frankreich. Wir haben über eine Stunde über das Projekt, meine zukünftige Freiwilligenarbeit und sonstiges gequatscht. Sie hat mir zum Beispiel erzählt, dass sich das Little Brothers nur über Spenden finanziert und dass es insgesamt drei Spendenarten gibt: Zeitspenden, Sachspenden und Geldspenden. Zeit spenden tun zum Beispiel diejenigen, die sich für Little Brothers einsetzen und dort freiwillig mitarbeiten und mithelfen. Sachspenden, wie Möbel oder Lebensmittel, kommen von vielen lokalen Firmen und Shops. Geld gespendet wird unter anderem von vielen Einwohnern Chicagos. Es war auf jeden Fall sehr interessant noch mehr über Little Brothers zu erfahren! Am Ende unseres Gesprächs hat mich Christine nochmal offiziell ins Little Brothers eingeladen und mich gefragt, ob ich die Einladung denn auch annehmen möchte. Na klaro!

Danach habe ich dann meinen Freiwilligendienst-Vertrag von World-Horizon geschickt bekommen und unterzeichnet. Dann war es also offiziell smile

Seitdem habe ich mein dreimonatiges Praktikum gemacht, habe viel an meiner Masterarbeit geschrieben (ICH WILL NICHT MEHR) und bin 23 geworden. Außerdem habe eine Einladung zum zehntägigen World-Horizon Vorbereitungsseminar bekommen, welches Ende Juni/Anfang Juli auf einer Berghütte in Bayern stattfinden wird. Bis dahin werde ich jetzt noch ein paar Stunden mit meiner Masterarbeit verbringen. Bei blauem Himmel und 23 Grad könnte ich mir auch ehrlich gesagt nichts spaßigeres vorstellen...


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Chicago, here I come!

ChicAGO, HERE I COME.

Januar 2016

Es hat geklappt!!! Ich habe heute den Anruf bekommen und werde für ein Jahr in der drittgrößten Stadt der USA leben und arbeiten - CHICAGO HERE I COME!!!! :)


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Schweißausbruch bei jedem Handyklingeln

Schweißausbruch bei jedem Handyklingeln

Januar 2016

Eigentlich sagt die Überschrift alles. Ich starre gefühlte 24 Stunden auf mein Handy und checke alle paar Minuten mein Email Postfach. Ich habe noch nichts von World Horizon gehört und male mir natürlich schon aus, dass es eh nicht geklappt hat. Aber wenn nicht - was dann? Ich habe noch keinen Plan B, obwohl ich sonst schon immer alles dreitausend Jahre im Voraus plane. Einfach weil ich dieses Freiwilligenjahr zu 100% machen möchte und da nichts ist, was ich gerade lieber machen will. Ich versuche mich jetzt zu entspannen und rede mir gut zu - alles easy peasy. MEIN HANDY KLINGELT!!!!! Ist aber nur Congstar. Datenvolumen ist aufgebraucht.


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Auswahlwochenende in Berlin

Auswahlwochenende in Berlin

Januar 2016

Am 23. und 24. Januar war es endlich soweit - das Auswahlwochenende in Berlin stand an. Nachdem ich donnerstags die letzte Klausur meiner Unikarriere geschrieben habe (HALLELUJAH!), ging es freitags mit dem Bus von Amsterdam nach Bremen. Dort habe ich dann einen Zwischenstopp bei zwei meiner besten Freundinnen gemacht und bin am Samstagmorgen mit dem Bus weiter nach Berlin gefahren. Obwohl die Nacht wirklich sehr kurz war, bekam ich die Augen im Bus kaum zu. Ich war SO aufgeregt! Ich hatte mich ja schon vor Monaten angemeldet und seitdem immer wieder an Amerika gedacht, angefangen zu planen, dann wieder aufgehört, weil ja noch gar nichts fest war. An einem Plan B gearbeitet, falls es mit dem freiwilligen Jahr nicht klappt. Den wiederum verworfen, weil ich nichts lieber machen wollte als nach Amerika zu gehen. Mit tausend Gedanken saß ich an diesem Tag also im Bus und wurde mit jedem gefahrenen Kilometer immer aufgeregter und aufgeregter.

 

In Berlin angekommen, bin ich mit der U-Bahn bis zum Pfefferbett Hostel im Prenzlauer Berg gefahren, in dem das Auswahlwochenende stattfinden sollte. Da ich viel zu früh dran war, habe ich mich noch in die nächste Bar gesetzt und mir ein kaltes Malzbier für meine Nerven bestellt. Ich habe mich noch super mit der Barkeeperin unterhalten, die mir für das Wochenende noch viel Glück gewünscht und mir angeboten hat einfach auf nen Drink rüberzukommen, falls es mir im Hostel nicht gefällt. Da konnte ja eigentlich gar nichts mehr schiefgehen!

 

Ich bin dann rüber zum Hostel, habe eingecheckt und den Programmplan fürs Wochenende bekommen. Samstag waren mehrere Projekt-Vorträge, ein gemeinsames Abendessen, eine Fallstudie und ein Get-together geplant, am Sonntag zwei Fallstudien, mehrere Vorträge und ein persönliches Einzelinterview. Viel Schlaf sollte es dort wohl auch nicht geben, aber das war mir eher egal - ich wollte endlich loslegen. Nachdem ich mich auf Anhieb super gut mit meiner Zimmernachbarin verstanden habe (die übrigens mit genau so viel Gepäck im Schlepptau ankam wie ich..), war ich auch schon nicht mehr ganz so aufgeregt. Mit ihr bin ich dann zum Seminarraum gegangen, in dem auch schon einige Bewerber und World Horizon Mitarbeiter saßen. Nach einer offiziellen Begrüßung wurden uns dann alle Auslandsprojekte und Einsatzstellen vorgestellt. Auch wenn der Vortrag über die verschiedenen Projekte in den USA für mich am wichtigsten war, fand ich die Vorträge und Insiderinfos über die anderen Länder total interessant. Die Landschaften in Kolumbien, die Strände in Indonesien? Ein Traum. Zwischendurch wurden wir fürs Abendessen in eine Pizzeria eingeladen, haben in Gruppen eine Fallstudie bearbeitet und wurden in einem Wissenquiz über allgemeine Dinge abgefragt. Abends sind wir dann nach einem gemütlichen Get-together totmüde ins Bett gefallen... um nach drei Stunden Schlaf wieder aufzustehen und an der nächsten Fallstudie zu arbeiten. Man lebt ja nur ein Mal! Nach ein paar Vorträgen, vielen weiteren Infos und meinem Einzelinterview war das Auswahlwochenende nach 24 vollgepackten aber sehr sehr tollen Stunden auch schon wieder vorbei. Mir hat es richtig gut gefallen und ich war sehr froh schon so viele liebe Leute kennengelernt zu haben. In 2-3 Tagen werden wir Bescheid bekommen ob wir am Auswahlwochenende überzeugt haben und wohin die Reise für uns gehen wird!


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Abenteuer Ausland

Abenteuer Ausland

November 2015

Ich denke schon lange darüber nach für ein Jahr ins Ausland zu gehen - genau genommen schon seit dem Moment, in dem ich meine Freunde, meine Host Family und meine Highschool in den USA verlassen habe. Für ein halbes Jahr habe ich in der 11. Klasse nämlich einen Schüleraustausch gemacht, bei dem ich im wunderschönen Arcata im Norden Kaliforniens gelandet bin. Mir hat es dort einfach so gut gefallen, dass ich in Deutschland am liebsten gleich wieder ins Flugzeug gestiegen wäre - obwohl man sich gleichzeitig so freut wieder zuhause zu sein, Familie & Freunde wieder um sich zu haben und in die alte Schule zu gehen. Und trotzdem packt es einen immer wieder - das Fernweh.

2012 habe ich mein Abitur gemacht. Plan A - Psychologie studieren. Plan B - ein Jahr ins Ausland. Ich habe mich kurzerhand für den Psychologiestudiengang an der Universität Groningen (Nord-Holland) beworben und wurde dort auch angenommen. Plan B wurde also erstmal nach hinten verschoben (auch wenn Holland ja eigentlich Ausland ist.. naja). Nach drei superschönen Jahren in Groningen stand ich vor der nächsten Entscheidung - Master machen? Ausland? Da der Master in Holland nur ein Jahr anstatt zwei Jahre dauert, habe ich mich relativ schnell dazu entschieden den Master noch dranzuhängen um im Sommer 2016 dann komplett durch zu sein mit meinem Studium. Aber danach - da wollte ich dann wirklich ins Ausland. Wann bekommt man sonst noch mal die Gelegenheit dazu?

 

Ich habe mich dann erkundigt welche Möglichkeiten es gibt, um ein Jahr in einem anderen Land zu verbringen und bin nach Work & Travel, Aupair und Ähnlichem auf die Internetseite von World-Horizon gestoßen. Eine Organisation, die neben Ecuador, Kolumbien, Südafrika, den Philippinen und Indonesien auch soziale Projekte in den USA verstärkt und unterstützt (mehr dazu hier). World-Horizon ist also eine Art Vermittler zwischen weltweiten sozialen Einrichtungen und deutschen Freiwilligen. Mir hat die Organisation auf Anhieb gefallen und ich konnte mir sehr gut vorstellen sozial benachteiligten Menschen in den USA zu helfen. So musste ich auch nicht lange überlegen und habe mich bei World-Horizon direkt für ein freiwilliges Jahr in den USA beworben. Nach einem Telefonat mit Arndt, der bereits einen Freiwilligendienst in den USA absolviert hat und nun für World-Horizon arbeitet, hatte ich viele weitere Infos zu den verschiedenen Freiwilligendiensten, der Organisation und dem weiteren Bewerbungsverfahren.

 

Im November 2015 wurde ich dann zu einem Auswahlwochenende in Berlin eingeladen, welches Ende Januar stattfinden wird. Dort können sich die Bewerber und die Mitarbeiter von World-Horizon kennenlernen und es werden alle Projekte noch einmal vorgestellt. Danach wird dann entschieden, ob man als Bewerber für einen der Freiwilligendienste in Frage kommt oder nicht... aufregend!



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